MISSIONSSCHWESTERN VOM
Hl. Petrus Claver
 
Hl. Petrus Claver
Der hl. Petrus Claver, ein spanischer Jesuit, hat sich in Kolumbien um die Negersklaven angenommen und sorgte wie ein Vater für sie. Er wollte ein „Sklave der Sklaven“ sein. Etwa 300.000 Negersklaven hat er im Glauben unterrichtet und getauft.

Er wurde am 16. Juni 1580 in Verdú im spanischen Katalonien geboren, trat im Alter von 22 Jahren in den Jesuiten-Orden ein, wurde in Cartagena in Kolumbien zum Priester geweiht, und setzte sich 38 Jahre lang, bis zu seinem Tod für die Sklaven aus Afrika ein, die in Cartagena eingeschifft wurden.
Als er am 8. September 1654 starb, war ganz Kartagena auf den Beinen, um bei seinem Begräbnis dabei zu sein. Schwarze und Weiße wollten ihn ein letztes Mal sehen.
Die sel. Maria Theresia hatte ihr Werk als Anti-Sklaverei-Bewegung begonnen. Deshalb wählte sie Petrus Claver, der im Jahre 1888 heilig gesprochen wurde, zum Patron ihres Missionswerkes und benannte ihre Kongregation nach ihm „Missionsschwestern vom hl. Petrus Claver.“

Gütiger Gott,
Du hast dem hl. Petrus Claver
die Kraft gegeben,
den Sklaven ein Sklave zu sein und ihnen mit staunenswerter Liebe und Geduld zu dienen.
Hilf uns auf seine Fürsprache
Jesus Christus nachzufolgen
und unsere Mitmenschen
in Tat und Wahrheit zu lieben.
Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.
Amen.


Aus der Sklaverei in die Freiheit...

Immer noch gibt es Sklaverei, wenn auch in neuen Formen, wie Straßenkinder, Kindersoldaten, Kinderarbeit, Zwangsprostitution und die „Sklaverei“ des Elends, in dem sich zwei Drittel der Menschheitsbevölkerung befinden, während das übrige Drittel „sklavisch“ an den Gütern dieser Welt hängt auf Kosten der Ärmsten.
Die Schöpfung wird ausgebeutet, aber nicht zu Gunsten der Hungernden, AIDS Kranken, Kinder und Alten. Den „Götzen“ des Wohlstands, der Ehre und Macht wird alles geopfert, wo der Geist des Menschen nicht von Gott erleuchtet ist.
Überall dort, wo die Heilsbotschaft Christi verkündet und angenommen wird, kann hingegen Leben entstehen. Freiheit eröffnet sich, neue Wege tun sich auf und Menschen werden aus der Sklaverei in die Weite und Herrlichkeit Gottes hinausgeführt.

(c) Missionshaus „Maria Sorg“ Lengfelden, Maria-Sorg-Str. 6 A-5101 Bergheim b. Sbg.